Kuttelflecke

Eine Delikatesse in Sachsen, eine Nationalsuppe in der CSSR und in Polen, beliebt in Süddeutschland und Österreich. Das Gericht hat seinen Ursprung in Notzeiten, in denen der sonst nicht so bevorzugte Rinderpansen, auch Kaldaunen oder Kutteln genannt, für die menschliche Ernährung entdeckt worden ist.

Seine Festigkeit verlangte eine Garungszeit von zehn Stunden und mehr. Durch das Zerkleinern in kleine Flecke konnte diese Prozedur abgekürzt werden. Schließlich entwickelte sich daraus die Bezeichnung Kuttelflecke.

Eines der wichtigsten Gewürze dazu ist Thymian, in Österreich Kuttelkraut genannt; ansonsten gibt es viele regionale Unterschiede.

Hier eine erzgebirgische Variante.

Sächsische Flecke, Restaurant Wanderstübel in Hinterhermsdorf
Sächsische Flecke, Restaurant Wanderstübel in Hinterhermsdorf / Dr. Bernd Gross / CC BY-SA

Zutaten

Mehlschwitze:

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Zubereitung

Gründlich gesäuberte und gewässerte Kuttelflecke in kaltem Salzwasser zum Kochen ansetzen, 15 Minuten kochen.

Das Wasser abgießen.

In frischem Salzwasser die Flecke nun gut zwei Stunden weichkochen.

Nach einer Stunde das kleingeschnittene Gemüse hinzugeben, inzwischen die gewürfelten Kartoffeln garkochen.

Eine dunkle Mehlschwitze herstellen, mit Brühe auffüllen und mit den Würzmitteln abschmecken.

In diese Soße die Kuttelflecke, das Gemüse, die Kartoffeln und Gurkenwürfel geben.

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Vor dem Servieren mit den gehackten Suppenkräutern bestreuen.

[Quelle: Bekannte Speisen richtig zubereitet – Ratgeber für Gastronomen, Verlag Die Wirtschaft Berlin, DDR, 1984]

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