Eisbeinsülze

Ein Rezept aus dem Gasthof »Goldener Baum« in Görlitz.

Beschreibung der Gaststätte aus dem Jahr 1984

Der Gasthof »Goldener Baum« in Görlitz ist mit seiner hohen Halle ein typisches Görlitzer Tuchkaufmannshaus. Dennoch liest man in alten Chroniken, daß es um 1400 ein Brauhof war, in dem sechs Biersorten ausgeschenkt wurden. Die kunstvoll restaurierte Fassade des Baus entstand im Jahre 1538. Zum 25. Nationalfeiertag der DDR 1974 öffnete die Gaststätte erneut, nachdem sie zuvor gründlich renoviert worden war. Das daneben liegende, zum »Goldenen Baum« gehörende Hotelgebäude ist ein Werk der Spätgotik etwa aus dem Jahr 1500. Sein malerisches Prunkgewölbe gehört zu den größten Kostbarkeiten mittelalterlicher Kunst in Görlitz. Im Wurzelkeller mit seinen schweren Bruchsteingewölben befindet sich eine
Biergaststätte. Die Diele des Hauses mit Kamin dient jetzt als Tanzfläche. Von dort geht es in die Weinstube und in eine kleine Bar. Insgesamt stehen vierzehn unterschiedlich gestaltete Gasträume den Besuchern des Hauses zur Verfügung.

Eisbeinsülze

Zutaten

1 kg Eisbein
1 Stück Kalbsfuß
200 g Schweinekamm
1 Zwiebel
2 Lorbeerblätter
8 Pimentkörner
2 Möhren
1 Stück Sellerie
1/4 l Essig
Salz
2 saure Gurken

Lob, Kritik, Fragen oder Anregungen zum Rezept? Dann hinterlasse doch bitte einen Kommentar am Ende dieser Seite!

Zubereitung

Fleisch gründlich waschen, in zwei Litern kalten Wassers mit Gewürzen, kleingeschnittenen Möhren, Sellerie
und Zwiebel ansetzen, etwa zwei Stunden auf kleiner Flamme garen.

Ein Stück Zwiebelschale mitkochen lassen, damit die Brühe farbkräftiger wird.

Anschließend Fleisch entbeinen und in Würfel schneiden.

Brühe durchseihen und mit Essig abschmecken (falls kein Kalbsfuß verwendet wird, kalt angerührte
Gelatine zugeben und gut verrühren).

Das mit Gurkenwürfeln vermengte Fleisch in eine Schüssel geben, mit Brühe auffüllen und erstarren lassen.

Kennst du schon unser tolles DDR-Quiz? Was weißt du noch alles über die DDR? Teste dein Wissen jetzt!

Eisbeinsülze schmeckt gut zu Butter und Brot oder Bratkartoffeln.

Aus Gastronomische Entdeckungen in der DDR – Verlag Die Wirtschaft Berlin, 1984

4.4/5 (8 Reviews)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.