Russischer Borschtsch

Ein beliebtes Gericht aus der russischen Küche

Der Borschtsch, auch Borschtschok, Barschtsch oder Borschtsch malorussiski geschrieben, zählt zu den Spezialitäten der russischen Küche.

Bei einem kleinen Ausflug in die Sprachgeschichte kann man auch etwas über die Herkunft dieser Suppe entdecken. Das Wort Borschtsch ist verwandt mit Barschtschina, und das bedeutet Fronarbeit. Den ausgebeuteten Bauern standen in der Hauptsache Kohl und rote Bete zur Verfügung, um daraus ein schlichtes Mahl zu bereiten. Manchmal konnten sie sich eine Geschmacksverfeinerung leisten. Dann gab es etwas saure Sahne über das Essen.

Jedoch kamen auch Zeiten, in denen nicht einmal ein Kehlkopf vorrätig war. Ein solcher Borschtsch wurde dann nur mit roten Beten gekocht.

Heute kommt Borschtsch in vielen Abwandlungen auf den Tisch. So sind die Gemüsezutaten ergänzt worden, oder sie wurden mit Ausnahme der roten Bete gänzlich fortgelassen. Auch die Würzmittel änderten sich, und Einlagen bzw. Beilagen kamen hinzu, wie Piroggen, Pelmenis oder Klößchen. Als wichtigste Veränderung gilt, daß zum Borschtsch Fleisch gegeben wurde, ein Zeichen für verbesserte Lebensbedingungen.

Kennst du schon unser tolles DDR-Quiz? Was weißt du noch alles über die DDR? Teste dein Wissen jetzt!

Zutaten

Russischer Borschtsch

Zubereitung

Rote Beete, Möhren, Petersilienwurzel, Lauch, Weißkohl und Zwiebeln putzen bzw. schälen, in Streifen schneiden und mit Schmalz anschwitzen.
Danach Essig und Tomatenmark zugeben und mit Brühe auffüllen.
Rindfleisch, Rauchfleisch, Pfeffer und Lorbeerblatt mitkochen.
Das gare Fleisch herausnehmen und die Suppe mit Sauermilch oder Joghurt binden.
Ein übriggebliebenes Stück rote Beete reiben, das Fruchtfleisch sowie den Saft in die Suppe geben und mit aufkochen lassen.
Mit Salz abschmecken.
Zu jeder Portion gehören je eine Scheibe Rauchfleisch, Rindfleisch und Salami.
Das Gericht vor dem Servieren mit saurer Sahne begießen und mit fein gehacktem Dill bestreuen.

Bild für dein Pinterest-Board

Russischer Borschtsch

[Quelle: Bei Freunden zu Gast © Verlag für die Frau, Leipzig-Berlin, DDR]

4.7/5 (9 Reviews)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.