Forelle Müllerinart

Ein Rezept aus der Schloßgaststätte »Reinhardsbrunn« in Friedrichroda.

Beschreibung der Gaststätte aus dem Jahr 1984

Reinhardsbrunn wurde im Jahre 1086 als Benediktinerkloster gegründet und bestand bis zum Ausbruch des Großen Deutschen Bauernkrieges 1523. Die Bauern der Umgebung vertrieben die Mönche und zerstörten die bewegliche Habe des Klosters. Nun nahmen die Kurfürsten von Sachsen und Meißen das Kloster in ihren Besitz. Um 1600 wurde ein Teil als Jagdschloß für die Herzöge von Gotha eingerichtet. Ein 17 Hektar großer Park umgibt seitdem das Schloß, der für Naturfreunde sehr interessant ist. Er zeichnet sich durch fast fünfzig verschiedene Baum- und Straucharten aus, deren Farben und Formen ihm ein eigenartiges Gepräge geben. Der älteste Baum, eine etwa 800 Jahre alte Linde, hat einen Stammumfang von neun Metern. Die geschickt in die Park- und Vorwaldlandschaft eingefügten Teiche wurden einst für die Fischzucht angelegt, wozu sie auch heute noch dienen. Die Fischer konzentrieren sich besonders auf die Zucht von Forellen. Deshalb sind diese Fische, in verschiedener Form zubereitet, eine Spezialität der Küche des Hauses. Seit 1961 ist Schloß Reinhardsbrunn ein Hotel des Reisebüros der DDR, zu dem auch das Parkhotel Reinhardsbrunn gehört. Veranstaltungen mit schlachtfesttypischen Gerichten erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Gästen, ebenso die Schloßhofabende mit Spezialitäten vom Rost sowie dem Jagdhornblasen.

Forelle Müllerinart
Forelle Müllerinart / Andreas Prinz – Pralinerie.de – Die Welt des Genusses! [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Zutaten

4 Forellen
1/4 l Milch
1 Eßlöffel Mehl
1 Eßlöffel Semmelbrösel
80 g Butter
Salz und Pfeffer
2 Bund Petersilie

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Zubereitung

Gesäuberte Forellen durch Milch, die leicht gesalzen und gepfeffert wurde, ziehen.

Mehl und Semmelbrösel vermengen, Forellen darin walzen, in heißer Butter von beiden Seiten knusprig braten,
mit Zitronensaft beträufeln, gehackte Petersilie darüberstreuen und mit brauner Butter begießen.

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Dazu werden Petersilienkartoffeln gereicht.

Aus Gastronomische Entdeckungen in der DDR – Verlag Die Wirtschaft Berlin, 1984

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