Marinierte Heringe „Art des Fischkochs“ – Cremig und würzig
Marinierte Heringe „Art des Fischkochs“ sind ein kräftiges Fischgericht mit Salzhering, Gemüse, Apfel und einer cremigen Marinade. Die Mischung aus herzhaftem Fisch, säuerlichen Gurken, mildem Wurzelgemüse und fruchtigem Apfel sorgt für einen abwechslungsreichen Geschmack.
Typisch für dieses Gericht ist die Kombination verschiedener süßlicher, säuerlicher und würziger Aromen. Möhren und Sellerie bringen eine milde Gemüsenote mit, während Zwiebeln und saure Gurken für mehr Würze sorgen. Der Apfel ergänzt die kräftigen Zutaten mit einer angenehmen Fruchtigkeit.
Lorbeer, Senfkörner, Piment und Pfeffer verleihen den Heringen ein besonders aromatisches Gewürzaroma. Die cremige Marinade verbindet die verschiedenen Geschmacksrichtungen miteinander und macht das Gericht angenehm saftig.
Besonders gut schmecken die marinierten Heringe mit Pellkartoffeln. Die milden Kartoffeln bilden einen guten Gegensatz zum kräftig gewürzten Fisch und der cremigen Marinade. Damit eignet sich das Gericht hervorragend als sättigendes kaltes Mittag- oder Abendessen.
Portionen: 4
Vorbereitungszeit: ca. 35 Minuten
Ziehzeit: ca. 24 Stunden
Gesamtzeit: ca. 24 Stunden 35 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆ (2 von 5)
Kalorien pro Portion: ca. 650 kcal ohne Pellkartoffeln

Zutaten
- 12 Salzheringe
- 4 Zwiebeln
- 2 halbweich gekochte Möhren
- 2 saure Gurken
- ½ halbweich gekochte Sellerieknolle
- 1 Apfel
- 2 Lorbeerblätter
- 1 Teelöffel Senfkörner
- 15 Pimentkörner
- 10 Pfefferkörner
- 150 g Mayonnaise
- 1 Liter Milch oder saure Sahne
- 1 Prise Zucker
- etwas Essig
- Worcestersoße nach Geschmack
- Pfeffer
- Pellkartoffeln zum Servieren
Zubereitung
- Die Salzheringe ausreichend lange in kaltem Wasser wässern, damit ihnen ein Teil des Salzes entzogen wird.
- Das Wasser während des Wässerns nach Möglichkeit mehrmals wechseln.
- Die gewässerten Heringe sorgfältig von Haut und Gräten befreien und in Filets teilen.
- Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe oder Streifen schneiden.
- Die halbweich gekochten Möhren in dünne Scheiben oder Streifen schneiden.
- Die sauren Gurken ebenfalls in Scheiben oder feine Streifen schneiden.
- Die halbweich gekochte Sellerieknolle in dünne Streifen oder kleine Scheiben schneiden.
- Den Apfel waschen, nach Wunsch schälen und das Kerngehäuse entfernen.
- Das Fruchtfleisch in dünne Scheiben oder Streifen schneiden.
- Hering, Zwiebeln, Möhren, Gurken, Sellerie und Apfel abwechselnd in eine ausreichend große Schüssel schichten.
- Lorbeerblätter, Senfkörner, Pimentkörner und Pfefferkörner zwischen den einzelnen Schichten verteilen.
- Für die Marinade die Mayonnaise in eine separate Schüssel geben.
- Milch oder saure Sahne nach und nach hinzufügen und alles mit einem Schneebesen glatt verrühren.
- Eine Prise Zucker dazugeben.
- Die Marinade mit etwas Essig, Worcestersoße und Pfeffer kräftig abschmecken.
- Die fertige Marinade gleichmäßig über die geschichteten Heringe und das Gemüse gießen.
- Darauf achten, dass Fisch und Gemüse möglichst vollständig von der Marinade bedeckt sind.
- Die Schüssel abdecken und die marinierten Heringe etwa 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
- Vor dem Servieren vorsichtig durchheben und noch einmal abschmecken.
- Die marinierten Heringe gut gekühlt mit frisch gekochten Pellkartoffeln servieren.
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Rezepttipps
- Salzheringe müssen vor der Verwendung gründlich gewässert werden, da sie ansonsten sehr salzig schmecken.
- Die Dauer des Wässerns richtet sich nach dem Salzgehalt der Heringe.
- Das Wasser während des Wässerns mehrmals wechseln.
- Möhren und Sellerie nur halbweich garen, damit sie in der Marinade noch etwas Biss behalten.
- Ein leicht säuerlicher und fester Apfel eignet sich besonders gut.
- Mit saurer Sahne wird die Marinade cremiger und kräftiger als mit Milch.
- Essig zunächst sparsam dosieren und die Säure anschließend nach Geschmack anpassen.
- Die Gewürzkörner sorgen während der langen Ziehzeit für ein kräftiges Aroma.
- Das Gericht unbedingt kühl lagern und auch gut gekühlt servieren.
- Besonders gut passen warme Pellkartoffeln zu den kalten marinierten Heringen.
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Historische Rezeptvorlage: Dem Fischkoch in die Pfanne geguckt, Verlag für die Frau, Leipzig, DDR, 1971