Schulspeisung in der DDR – Was kam wirklich auf den Teller?

Wer in der DDR zur Schule gegangen ist, erinnert sich häufig nicht nur an Unterricht, Pausenhof, Wandertage, Pioniernachmittage oder Ferienlager. Eine Erinnerung ist bei vielen bis heute erstaunlich lebendig geblieben: die Schulspeisung in der DDR.

Schon auf dem Weg zum Speiseraum konnte man manchmal riechen, was an diesem Tag auf dem Speiseplan stand. Dann wurde angestanden, das Essen abgeholt und gemeinsam mit den Klassenkameraden gegessen. Und natürlich gab es auch damals Gerichte, bei denen die Begeisterung groß war – und andere, bei denen plötzlich erstaunlich viele Kinder behaupteten, überhaupt keinen Hunger zu haben. 😄

Nudeln mit Tomatensoße, Jägerschnitzel aus Jagdwurst, Eier in Senfsoße, Kochklopse, Eintöpfe, Milchreis oder Grießbrei sind nur einige Gerichte, die heute immer wieder mit der DDR-Schulspeisung in Verbindung gebracht werden.

Doch wie funktionierte die Schulspeisung in der DDR eigentlich? Was kostete das Mittagessen? Wurde direkt in der Schule gekocht? Und welche Gerichte standen tatsächlich auf dem Speiseplan?

Begeben wir uns noch einmal zurück in die Speiseräume unserer Kindheit.

Schulspeisung in der DDR mit Nudeln, Tomatensoße und Jägerschnitzel in einem Speiseraum

Die Schulspeisung gehörte für viele Kinder zum Alltag

Eine gemeinschaftliche Versorgung von Schulkindern mit Essen wurde bereits in den ersten Nachkriegsjahren aufgebaut. Schon Ende 1945 erhielten beispielsweise Berliner Schulkinder warme Mahlzeiten. Nach Gründung der DDR wurde die Versorgung weiter ausgebaut und geregelt.

Später war das gemeinsame Mittagessen für einen großen Teil der Kinder ein ganz normaler Bestandteil des Schultages.

Im Jahr 1975 wurde die „Verordnung über die Schüler- und Kinderspeisung“ erlassen. Sie regelte die Versorgung von Kindern und Schülern mit Mittagessen und Trinkmilch. Für das Jahr 1989 wird angegeben, dass ungefähr 85 Prozent der Schüler täglich an einer warmen Mittagsversorgung teilnahmen.

Damit war die Schulspeisung keineswegs eine kleine Nebenerscheinung. Sie gehörte für Millionen Kinder und Jugendliche zum täglichen Leben.

Nicht jede Schule hatte eine eigene Küche

Allerdings wurde nicht überall auf dieselbe Weise gekocht.

Einige Schulen verfügten über eine eigene Schulküche, während andere von größeren Küchen oder Betriebsküchen beliefert wurden. Entsprechend unterschiedlich sind heute auch die Erinnerungen an Qualität und Geschmack des Essens.

Während manche ehemalige Schüler noch heute von bestimmten Gerichten schwärmen, erinnern sich andere vor allem an Essen, das nach dem Transport nicht mehr ganz so appetitlich aussah.

Deshalb ist bei diesem Thema eine Sache besonders wichtig:

Die eine DDR-Schulspeisung gab es nicht.

Je nach Region, Schule, Küche und Jahrzehnt konnten sich die Speisepläne und natürlich auch die Qualität deutlich unterscheiden.

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Was kostete das Schulessen in der DDR?

Viele erinnern sich auch an den vergleichsweise niedrigen Preis des Schulessens.

Für eine warme Mittagsmahlzeit werden für die spätere DDR häufig Beträge von etwa 50 bis 75 Pfennig genannt. Die tatsächlichen Kosten der Schüler- und Kinderspeisung wurden zu einem erheblichen Teil subventioniert.

Für die Kinder selbst war der Preis wahrscheinlich ohnehin weniger interessant als die alles entscheidende Frage:

„Was gibt es heute zu essen?“

Und genau da wird es spannend.

Typische Gerichte der DDR-Schulspeisung

Einen einzigen Speiseplan, der über Jahrzehnte in sämtlichen Schulen der DDR verwendet wurde, gab es natürlich nicht.

Trotzdem tauchen bestimmte Gerichte in Erinnerungen ehemaliger Schüler immer wieder auf.

Einige davon gehören heute zu den bekanntesten Gerichten der ostdeutschen Küche.

Nudeln mit Tomatensoße

Nudeln mit Tomatensoße nach DDR Rezept

 

Wenn es ein Gericht gibt, das bei vielen sofort Erinnerungen an die Schulspeisung weckt, dann sind es wohl Nudeln mit Tomatensoße.

Und wer dabei an eine italienische Tomatensoße mit frischen Kräutern, Olivenöl und Parmesan denkt, liegt ziemlich daneben. 😉

Die Tomatensoße der Schulküche war häufig einfach, kräftig und leicht süßlich. Je nach Rezept wurden beispielsweise Tomatenmark oder Ketchup verwendet.

Dazu gab es Nudeln und teilweise Jagdwurst.

Gerade dieser besondere Geschmack wird heute noch gesucht. Nicht unbedingt, weil es die kulinarisch ausgefeilteste Tomatensoße aller Zeiten war, sondern weil sie nach Kindheit und Erinnerung schmeckt.

Viele Menschen suchen deshalb heute ganz bewusst nach einer „DDR-Tomatensoße wie in der Schulspeisung“.

DDR-Jägerschnitzel – Jagdwurst statt Schweineschnitzel

Jägerschnitzel

Kaum ein Gericht sorgt zwischen Ost und West so zuverlässig für Verwirrung wie das Jägerschnitzel.

Wer in vielen Regionen der DDR ein Jägerschnitzel bekam, konnte eine dickere Scheibe Jagdwurst erwarten, die paniert und anschließend goldbraun gebraten wurde.

Dazu gab es häufig Nudeln und Tomatensoße.

Diese Kombination gehört inzwischen zu den bekanntesten Gerichten, die mit der DDR-Küche und auch mit der damaligen Gemeinschaftsverpflegung verbunden werden.

Und bis heute kann die Frage

„Was ist ein richtiges Jägerschnitzel?“

erstaunlich lebhafte Diskussionen zwischen Ost und West auslösen. 😄

Natürlich gab es in der DDR auch ganz normale Schnitzel aus Schweinefleisch. Das bekannte DDR-Jägerschnitzel aus Jagdwurst war schlicht ein eigenständiges Gericht.

Eier in Senfsoße

Eier in Senfsoße/Senfeier

Ein weiteres einfaches Gericht waren Eier in Senfsoße, häufig auch einfach als Senfeier bezeichnet.

Hartgekochte Eier, Kartoffeln und eine cremige, kräftige Senfsoße – viel mehr brauchte es dafür nicht.

Gerade solche Gerichte zeigen sehr schön ein typisches Merkmal vieler traditioneller Alltagsrezepte:

Aus wenigen preiswerten Zutaten entstand eine vollständige und sättigende Mahlzeit.

Senfeier gehören deshalb bis heute zu den Gerichten, die viele Menschen mit der Küche ihrer Kindheit verbinden.

Milchreis mit Zucker und Zimt

Milchreis

Natürlich musste es nicht jeden Tag Fleisch geben.

Besonders beliebt waren bei vielen Kindern die Tage, an denen eine süße Hauptspeise auf dem Plan stand.

Dazu gehörte beispielsweise Milchreis.

Warm serviert und mit Zucker und Zimt, Kompott oder Fruchtsaft ergänzt, konnte eine einfache Schüssel Milchreis für viele Kinder zu einem der Höhepunkte der Schulspeisung werden.

Und vermutlich gab es auch damals schon zwei Lager:

Die einen wollten ordentlich Zimt und Zucker darüber.

Die anderen möglichst viel Kompott.

Grießbrei

Grießbrei

Ähnlich beliebt war Grießbrei.

Auch er konnte mit Zucker, Zimt, Fruchtsaft oder Kompott serviert werden und bot eine willkommene Abwechslung zu Kartoffeln, Gemüse, Eintopf und Soße.

Für manche war eine süße Hauptmahlzeit das Beste, was auf dem Speiseplan stehen konnte.

Andere warteten dagegen sehnsüchtig auf das nächste Jägerschnitzel.

Geschmäcker waren eben auch in der DDR verschieden.

Puddingsuppe mit Zwieback

Zinshahn (Schokoladensuppe)

Bei diesem Begriff dürften bei einigen ehemaligen DDR-Schülern sofort Erinnerungen wach werden:

Puddingsuppe.

Heute klingt das für jemanden, der das Gericht nicht kennt, möglicherweise etwas ungewöhnlich.

Doch Puddingsuppe mit Zwieback oder Einback wird in Erinnerungen an die DDR-Schulspeisung immer wieder erwähnt.

Und genau solche Gerichte sind besonders interessant.

Denn manche Speisen verschwinden mit der Zeit beinahe vollständig aus dem Alltag. Jahrzehnte später genügt dann ein einziger Name und plötzlich ist die Erinnerung wieder da.

Kochklopse mit Kartoffeln und Soße

Königsberger Kochklopse

Auch Kochklopse gehören zu den traditionellen Gerichten der ostdeutschen Küche.

In anderen Teilen Deutschlands kennt man ähnliche Zubereitungen insbesondere als Königsberger Klopse.

Hackfleisch wurde zu Klößen geformt, gegart und anschließend mit einer hellen Soße und Kartoffeln serviert.

Auch hier zeigt sich wieder das Prinzip:

einfache Zutaten, unkomplizierte Zubereitung und eine sättigende Mahlzeit.

Eintöpfe – praktisch für große Küchen

Natürlich gehörten auch Suppen und Eintöpfe zur Schulspeisung.

Gerade für die Versorgung vieler Menschen waren Eintopfgerichte praktisch. Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Gemüse ließen sich in großen Mengen verarbeiten und ergaben eine sättigende Mahlzeit.

Zu den typischen Varianten gehörten beispielsweise:

Linseneintopf, Bohneneintopf, Kartoffelsuppe oder Weißkohleintopf.

Auch Grüne-Bohnen-Eintopf und Weißkohleintopf werden in heutigen Erinnerungen an die DDR-Schulküche genannt.

Und beim Eintopf galt vermutlich ebenfalls:

Entweder man mochte ihn – oder man versuchte möglichst viel Brot dazu zu bekommen. 😄

Grützwurst – geliebt oder gehasst

Deftige Portion Tote Oma mit Grützwurst, Sauerkraut und Salzkartoffeln auf rustikalem weißen Teller

Dann gab es natürlich Gerichte, bei denen sich die Geister bis heute scheiden.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist Grützwurst.

Regional beziehungsweise umgangssprachlich kennt man das Gericht auch unter dem ziemlich drastischen Namen „Tote Oma“.

Grützwurst wird ebenfalls in Erinnerungsberichten über DDR-Schulspeisung genannt.

Bei kaum einem Gericht scheint es ein neutrales Mittelfeld zu geben.

Die einen sagen:

„Herrlich! Könnte ich heute noch essen.“

Die anderen bekommen schon beim Namen Erinnerungen, auf die sie gut hätten verzichten können. 😄

Plinsen und Eierkuchen

Eierkuchen aus Quarkteig mit Konfitüre gefüllt, aufgerollt und mit Puderzucker bestäubt, auf weißem Teller serviert

Auch Plinsen beziehungsweise Eierkuchen konnten als süßes Mittagessen auf den Tisch kommen.

Mit Zucker, Apfelmus oder Kompott waren sie unkompliziert, sättigend und besonders bei Kindern beliebt.

Und wahrscheinlich war die Stimmung im Speiseraum an einem solchen Tag etwas besser als bei einem Teller Gemüse, den niemand so richtig haben wollte.

Nicht nur das Essen ist in Erinnerung geblieben

Wenn Menschen heute von ihrer Schulspeisung erzählen, geht es erstaunlich selten nur um das eigentliche Gericht.

Es geht um das gesamte Erlebnis.

Den Speiseraum.

Das Anstehen.

Die Essenausgabe.

Das Geschirr.

Die Geräusche.

Den Geruch.

Die Klassenkameraden.

Und natürlich um die berühmte Frage am Tisch:

„Willst du das noch?“

Manchmal wurde getauscht. Einer mochte das Gemüse nicht, der nächste wollte den Nachtisch nicht und ein anderer hätte am liebsten gleich zwei Portionen gegessen.

Gerade solche kleinen Dinge bleiben Jahrzehnte im Gedächtnis.

Der Geruch, bei dem man schon wusste, was es gibt

Gerüche sind besonders stark mit Erinnerungen verbunden.

Manchmal musste man den Speiseplan gar nicht kennen.

Schon bevor man den Speiseraum betreten hatte, war klar:

Heute gibt es Eintopf.

Oder Tomatensoße.

Oder etwas Süßes.

Und Jahrzehnte später kann ein ähnlicher Geruch plötzlich wieder genau diese Erinnerung hervorrufen.

Das ist einer der Gründe, warum alte Rezepte für viele Menschen weit mehr sind als bloße Kochanleitungen.

War die Schulspeisung in der DDR wirklich gut?

Bei nostalgischen Erinnerungen besteht immer die Gefahr, dass die Vergangenheit im Laufe der Jahrzehnte etwas schöner wird.

Deshalb sollte man auch bei der DDR-Schulspeisung nicht behaupten:

„Damals hat grundsätzlich alles hervorragend geschmeckt.“

Das wäre genauso falsch wie die Behauptung:

„Das gesamte Schulessen war schlecht.“

Die Realität war wesentlich unterschiedlicher.

Einige Schulen verfügten über eigene Küchen, andere wurden beliefert. Hinzu kamen unterschiedliche Köchinnen und Köche, unterschiedliche Zutaten, verschiedene regionale Speisepläne und natürlich der persönliche Geschmack der Kinder. Auch Erinnerungsberichte zeigen deutliche Unterschiede bei der Bewertung der damaligen Schulspeisung.

Deshalb erinnern sich manche Menschen begeistert an ihr Schulessen.

Andere sagen noch heute:

„Das möchte ich nie wieder essen.“

Beides darf nebeneinanderstehen.

Nicht alles war ein „DDR-Klassiker“

Auch das ist wichtig.

Wenn heute im Internet über die DDR-Küche geschrieben wird, wird beinahe jedes Gericht, das irgendwann einmal irgendwo gegessen wurde, schnell zum „DDR-Klassiker“ erklärt.

So einfach war es natürlich nicht.

Die DDR existierte mehr als vier Jahrzehnte. Zwischen Rostock und Suhl, Görlitz und Magdeburg gab es regionale Unterschiede. Auch die Versorgung und die Speisepläne veränderten sich über die Jahre.

Deshalb sollten persönliche Erinnerungen nicht automatisch als allgemeingültig dargestellt werden.

Wenn jemand sagt:

„Bei uns gab es das nie!“

kann das genauso stimmen wie die Erinnerung eines anderen:

„Das gab es bei uns ständig!“

Gerade diese Unterschiede machen das Thema interessant.

Warum schmecken uns manche Gerichte heute noch nach Kindheit?

Das vielleicht Spannendste an der Schulspeisung ist, wie lebendig manche Geschmäcker nach Jahrzehnten geblieben sind.

Wer heute nach einem Rezept für DDR-Tomatensoße sucht, möchte häufig gar nicht die objektiv beste Tomatensoße seines Lebens kochen.

Gesucht wird etwas anderes:

der Geschmack von damals.

Ein bestimmter Geruch oder Geschmack kann Erinnerungen hervorrufen, die längst vergessen schienen.

Plötzlich sieht man wieder den Speiseraum vor sich.

Man erinnert sich an Mitschüler.

Vielleicht sogar daran, wo man am Tisch saß.

Oder an die Person, die das Essen ausgab.

Genau deshalb sind historische Rezepte für uns mehr als eine Aufzählung von Zutaten.

Sie bewahren ein kleines Stück Alltag.

DDR-Schulessen heute selbst nachkochen

Viele Gerichte aus der damaligen Schulspeisung lassen sich heute problemlos zu Hause nachkochen.

Gerade die einfachen Rezepte eignen sich hervorragend dafür.

Zu den Gerichten, nach denen ihr in unserem Rezeptarchiv suchen könnt, gehören unter anderem:

Hier lohnt es sich, die Gerichte nicht nur nach einem modernen Rezept zuzubereiten.

Manchmal macht gerade die schlichte Zubereitung den Geschmack aus, den man aus der Kindheit in Erinnerung hat.

Schulspeisung war auch ein Stück Gemeinschaft

Ein Aspekt wird bei Diskussionen über Schulessen häufig vergessen.

Es ging nicht ausschließlich darum, Kinder satt zu bekommen.

Man saß gemeinsam mit seinen Mitschülern am Tisch.

Es wurde geredet, gelacht, getauscht und manchmal vermutlich auch Unsinn gemacht.

Natürlich empfand man das damals nicht als etwas Besonderes.

Es gehörte einfach zum Schulalltag.

Erst Jahrzehnte später merkt man, dass gerade solche scheinbar belanglosen Alltagssituationen zu den Erinnerungen gehören, die besonders lange bleiben.

Und vielleicht ist genau deshalb die Diskussion über DDR-Schulessen heute noch so emotional.

Es geht nicht wirklich nur um Jägerschnitzel, Tomatensoße oder Grießbrei.

Es geht um ein Stück der eigenen Kindheit.

Fazit: Zwischen Jägerschnitzel, Grießbrei und Erinnerungen

Die Schulspeisung in der DDR war für einen großen Teil der Schüler ein selbstverständlicher Bestandteil des Schulalltags.

Das Essen war vergleichsweise günstig, wurde stark subventioniert und erreichte gegen Ende der DDR einen großen Teil der Schülerschaft.

Was tatsächlich auf dem Teller landete und wie gut es schmeckte, konnte sich jedoch von Schule zu Schule und von Region zu Region unterscheiden.

Einige Gerichte sind trotzdem bis heute fest mit der Erinnerung an die damalige Schulküche verbunden:

Nudeln mit Tomatensoße, Jägerschnitzel aus Jagdwurst, Senfeier, Kochklopse, Eintöpfe, Milchreis, Grießbrei und andere einfache Gerichte.

Manches davon würden wir heute sofort wieder essen.

Auf anderes können wir vermutlich auch die nächsten Jahrzehnte verzichten. 😉

Und genau so sollte Erinnerung sein:

nicht verklärt, sondern persönlich.

Jetzt seid ihr gefragt: Was gab es bei euch in der Schulspeisung?

Jetzt interessiert uns eure Erinnerung.

Was war euer absolutes Lieblingsessen in der DDR-Schulspeisung?

Und welches Gericht konntet ihr überhaupt nicht leiden?

Gab es bei euch Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensoße, Senfeier, Milchreis, Grützwurst, Kochklopse oder Puddingsuppe?

Oder erinnert ihr euch an ein Gericht, das heute kaum noch jemand kennt?

Schreibt es gern unten in die Kommentare.

Besonders interessant wäre, wenn ihr dazuschreibt, in welchem Ort oder Bezirk und ungefähr in welchem Zeitraum ihr zur Schule gegangen seid.

So können wir gemeinsam sehen, wie unterschiedlich die Schulspeisung innerhalb der DDR tatsächlich war.

Und vielleicht entdecken wir dabei sogar das eine oder andere vergessene Gericht, das noch in unserer Sammlung fehlt.


Häufige Fragen zur Schulspeisung in der DDR

Was kostete das Schulessen in der DDR?

Für die spätere DDR werden häufig Preise von ungefähr 50 bis 75 Pfennig für eine warme Mittagsmahlzeit genannt. Die tatsächlichen Kosten der Schüler- und Kinderspeisung wurden zu einem erheblichen Teil subventioniert.

Bekamen alle Schüler in der DDR ein Mittagessen?

Nicht alle Schüler nahmen an der Schulspeisung teil. Für das Jahr 1989 wird angegeben, dass ungefähr 85 Prozent der Schüler täglich eine warme Mittagsmahlzeit erhielten.

Welche Gerichte gab es in der DDR-Schulspeisung?

Die Speisepläne unterschieden sich nach Region, Schule und Zeitraum. Häufig erinnert wird unter anderem an Nudeln mit Tomatensoße, Jägerschnitzel aus Jagdwurst, Eier in Senfsoße, verschiedene Eintöpfe, Milchreis, Grießbrei, Kochklopse und Grützwurst.

Wurde das Schulessen direkt in der Schule gekocht?

Nicht grundsätzlich. Einige Schulen hatten eine eigene Küche, andere wurden von größeren Küchen oder Betriebsküchen beliefert. Dadurch konnten sich Zubereitung und Qualität von Schule zu Schule unterscheiden.

Gab es in der DDR Schulmilch?

Ja. Neben der warmen Mittagsmahlzeit gehörte auch die Versorgung mit Trinkmilch zum System der Schüler- und Kinderspeisung.

War das DDR-Jägerschnitzel wirklich aus Jagdwurst?

Die bekannte ostdeutsche Variante des Jägerschnitzels besteht aus einer panierten und gebratenen Scheibe Jagdwurst und wird häufig mit Nudeln und Tomatensoße serviert. Das bedeutet allerdings nicht, dass in der DDR keine Schnitzel aus Schweinefleisch gegessen wurde.

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