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Eier

Eier gehören zu den nahrhaften, sättigenden Schutznahrungsmitteln, denn sie enthalten wertvolle Volleiweiße und Mineralstoffe (vor allem Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen); an Vitaminen enthalten sie außer der Gruppe B besonders im Eidotter Vitamin A, in kleineren Mengen Vitamin D und in ausreichender Menge Lezithin. Wertvoll ist ihr Fettgehalt. Ein Hühnerei wiegt durchschnittlich 50 Gramm: davon entfallen 10% auf die Schale, ungefähr 60% auf das Eiweiß und 30% auf das Dotter. Eier eignen sich als selbständige Nahrung und auch als Ergänzung anderer Nahrungsmittel, deren biologischen Wert sie erhöhen. Sie ergänzen sehr vorteilhaft fehlende Eiweißstoffe der Pflanzennahrung. Am leichtesten verdaulich sind weichgekochte Eier. Rohe Eier (Dotter) und schließlich hartgekochte sind schwerer verdaulich. Es ist nicht zweckdienlich — besonders Kindern — ungeschlagenes rohes Eiweiß in größeren Mengen zu verabreichen. Manche Menschen sind Eiern gegenüber besonders empfindlich und vertragen sie überhaupt nicht, ebenso nicht mit Eiern zubereitete Speisen. Verhältnismäßig am schwersten verdaulich sind Eier in Fett zubereitet.

Enten- und Gänseeier dürfen weder roh, weichgekocht, gesetzt noch gerührt genossen werden; sie dürfen weder in Pudding, Mayonnaisen, zu Übergüssen, Eieromeletten oder in wenig gekochten oder gebratenen Speisen, auch nicht in Speiseeis verwendet werden, da sie Krankheitserreger der Salmonellagruppe enthalten können, die paratyphusähnliche Erkrankungen hervorrufen. Im Handel müssen sie mit dem Vermerk: „Enteneier — mindestens 8 Minuten kochen!“ bezeichnet sein. Dasselbe gilt auch für Trockeneier, wenn es sich um Enteneier handelt. In Gemeinschaftsküchen und öffentlichen Verpflegungsstellen dürfen Enteneier überhaupt nicht verwendet werden.

Im Handel sind Hühnereier, die nach Gewicht in 4 Klassen eingeteilt werden:

XL/sehr groß über 73 g ca. 45,7 bis 49 mm
L/groß 63 g bis 73 g ca. 43,5 bis 45,7 mm
M/mittel 53 g bis 63 g ca. 41,1 bis 43,5 mm
S/klein unter 53 g ca. 41 mm

Hochwertiges, vielseitig verwendbares Nahrungsmittel. Wegen des hohen Cholesteringehaltes sollte jedoch der Eierverbrauch niedrig gehalten werden.

Tipps

  • Beim Kochen geplatzte Eier laufen nicht aus, wenn dem Kochwasser etwas Essig zugesetzt wurde.
  • Hartgekochte Eier lassen sich leichter von der Schale befreien, wenn sie einige Male auf dem Tisch oder zwischen den Händen hin und her gerollt werden.
  • Übrig gebliebenes Eidotter kann einige Tage, ohne daß es austrocknet, aufbewahrt werden, wenn es in einer Tasse mit Wasser bedeckt wird.
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