DDR Grützwurst, selbstgemacht

Zutaten

  • 500 Gramm Schweineschwarten
  • 500 Gramm Schweinefleisch
  • 750 Gramm Schweineleber
  • 750 Gramm Graupen
  • Nelkenpfeffer
  • Majoran
  • Salz (evtl. Rauchsalz)
  • Pfeffer

Zubereitung

Schweineschwarten in 1,5- 2 L Wasser 80 Min kochen. Nach bereits 15 Min gewürfeltes Schweinefleisch zufügen. Nach 1 Stunde die geputzte, klein geschnittene Leber mit zu den Schwarten geben. Nach dem Garen nimm das Fleisch aus der Brühe.

Von der Brühe 3/4 L abnehmen, darin die Graupen auf milder Hitze 40 Min ausquellen lassen. Restliche Brühe zur Seite stellen.

Indessen, Fleisch, Leber, Schwarten durch den Fleischwolf drehen. Masse mit Nelkenpfeffer, Majoran, Salz & Pfeffer kräftig würzen. Dann ausgequollene Graupen untermengen. Brei abschmecken.

Grützwurstmasse in eine Stoffserviette (oder Alufolie) füllen, eine lange Wurst daraus formen, an den Enden fest zusammen binden (so wie bei Serviettenklöße).

Wurst in restlicher Brühe noch einmal 20 Min köcheln, eher ziehen als kochen lassen! Wurst der Brühe entnehmen, erkalten lassen. Grützwurst aus dem Stoff nehmen, fertig.

SERVIEREN:

Grützwurst wird dann in Scheiben geschnitten und entweder kalt oder aufgebraten serviert.

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Informationen zum Rezept

* Grützwurst:

Damals in der DDR handelsüblich, heute eher Rarität und wenn, dann meist unter anderen Namensbezeichnungen.

So heißt die ehemalige Grützwurst heute (auch in etwas anderer Zusammensetzung) z.B. Pinkel, Pinkelwurst, Bremer Pinkel, Lose Rotwurst, Schweriner Grützwurst, Brägenwurst (in Niedersachsen), Flöns usw.;

Grützwurst kann jede Hausfrau für den Hausgebrauch selbst nach obiger Rezeptur lecker herstellen.

Rezept: „Tote Oma“ – „Verkehrsunfall“:

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Gebräuchliche Bezeichnung für jenes Gericht, wegen des vielen Blutes dessen man beim Kochen wie beim Verspeisen ansichtig wird. „Tote Oma“ war ebenso auch damals bekannt unter der Bezeichnung „Verkehrsunfall“…

Foto: Kathrin Jatzkowski / facebook – Vielen Dank!

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A. Schlecht

Da fehlt das wichtigste, was die Tote Oma zur Toten Oma macht… Das Blut. Desweiteren kam keine Grütze in die Wurst. Tote Oma besteht aus
Schwarten
Blut
Semmelmehl, aus alten Brötchen
Pfeffer, Salz, Majoran. Mehr kam da nicht rein, ich bin seid über 30 Jahren Fleischer und habe mein Handwerk im größten Fleischkombinat der DDR in Leipzig erlernt. Viele eurer Rezepte sind an den Haaren herbeigezogen.

Du hast recht, ich habe es auch so gelernt.

Marina Michalk

Hallo Harry… Bestimmt hast auch du meinen Kommentar gelesen.Ich möchte nur originale Rezepte nachkochen. Das Würzfleisch ist nun eines meiner Lieblingsessen.Dachte immer es wäre Sahne dadrinnen… Nein geht ganz ohne. Es ist so mega lecker 🙂 Bitte hilf mir ein paar schöne Rezepte aus dem Osten zu finden,ich wäre sehr glücklich darüber.Mein Mann hatte viel Verwandschaft dort und er fand es natürlich als kind und junger Erwachsnener dort mega schön bei den Verwandten.Er schwärmte oft von dem guten Brot und Eierschecke u.s.w. So ein brot habe ich mal gegessen…der Hammer und die Wurst von drüben war auch mega toll.Besser als… Weiterlesen »

Marina Michalk

Ach wie schade…bin gerade dabei und will mal gerne probieren wie im Osten so gegessen wurde. Ich bin so verliebt in das Würzfleisch.Ich dachte es wäre schwer es zuzubereiten.Nein es geht einfach und es schmeckt wirklich göttlich. Jetzt habe ich es mit den einfachen Zutaten das zweite mal selber gemacht und ich bin stolz das ich es nun kochen kann.weißt du zufällig jemanden der wirklich originale Rezepte hat? Alles andere wäre ja Betrug .Es gab viele Dinge nicht und die menschen dort haben mit viel Liebe und Einfallsreichtum jeden Tag gutes Essen auf den Tisch gebracht. Rezpekt kann ich da… Weiterlesen »