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Alufolie

Alufolie
Aluminiumfolie © Bildagentur PantherMedia / pioneer111

Alufolie, vollständig Aluminiumfolie beziehungsweise im Haushalt auch Aluminium-Haushaltsfolie genannt, ist eine sehr dünn ausgewalzte Folie aus Aluminium. Sie wird in der Küche zum Abdecken, Einwickeln, Verpacken und zeitweiligen Aufbewahren bestimmter Lebensmittel sowie bei verschiedenen Zubereitungsarten im Backofen oder auf dem Grill verwendet.

Typische Anwendungen sind das Abdecken von Auflaufformen, das Einwickeln geeigneter Lebensmittel, das Warmhalten fertiger Speisen oder die Zubereitung von Fisch, Fleisch und Gemüse in Folienpäckchen.

Aluminiumfolie ist hitzebeständig und lässt sich leicht formen. Dadurch kann sie eng um Lebensmittel oder Gefäße gelegt werden. Allerdings ist Alufolie nicht für jedes Lebensmittel und jede Art der Aufbewahrung gleichermaßen geeignet. Besonders bei stark sauren und salzhaltigen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten.

Woraus besteht Alufolie?

Alufolie besteht überwiegend aus sehr dünn ausgewalztem Aluminium. Trotz ihrer geringen Materialstärke ist die Folie relativ reißfest, flexibel und lässt sich problemlos falten und formen.

Aluminium besitzt eine hohe Wärmeleitfähigkeit und hält den bei normalen Koch- und Backvorgängen auftretenden Temperaturen stand. Dadurch eignet sich die Folie für verschiedene Anwendungen in der Küche.

Haushaltsübliche Alufolie wird in unterschiedlichen Stärken angeboten. Neben normaler Haushaltsfolie gibt es stärkere beziehungsweise besonders reißfeste Folien, die beispielsweise beim Grillen verwendet werden können.

Wofür wird Alufolie in der Küche verwendet?

Alufolie ist vielseitig einsetzbar. Zu den klassischen Verwendungszwecken gehören:

  • das Abdecken von Speisen und Gefäßen,
  • das Einwickeln geeigneter Lebensmittel,
  • das zeitweilige Warmhalten fertiger Speisen,
  • das Abdecken von Lebensmitteln während bestimmter Garvorgänge,
  • die Zubereitung von Folienpäckchen,
  • sowie bestimmte Anwendungen beim Backen und Grillen.

Welche Verwendung sinnvoll ist, hängt vom Lebensmittel und der jeweiligen Zubereitungsart ab.

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Lebensmittel in Alufolie einwickeln

Eine der bekanntesten Anwendungen ist das Einwickeln von Lebensmitteln.

Die Folie lässt sich eng um das Lebensmittel legen und schützt es dadurch unter anderem vor dem Austrocknen und vor äußeren Einflüssen. Früher wurde Alufolie deshalb sehr häufig zum Verpacken von Lebensmitteln für den Kühlschrank verwendet.

Heute sollte dabei berücksichtigt werden, dass Aluminium mit bestimmten Lebensmitteln reagieren kann.

Vor allem saure und stark salzhaltige Speisen sollten nicht über längere Zeit unmittelbar mit Aluminiumfolie in Kontakt kommen. Unter ungünstigen Bedingungen kann Aluminium aus der Folie in das Lebensmittel übergehen.

Für viele Lebensmittel stehen deshalb auch andere Möglichkeiten wie verschließbare Behälter, Glasgefäße oder geeignete wiederverwendbare Abdeckungen zur Verfügung.

Alufolie und saure Lebensmittel

Besondere Vorsicht ist bei säurehaltigen Lebensmitteln geboten.

Dazu gehören beispielsweise Speisen mit größeren Mengen:

  • Essig,
  • Zitronensaft oder anderen Fruchtsäuren,
  • Tomaten und Tomatensoße,
  • sowie verschiedene eingelegte Lebensmittel.

Säure kann die schützende Oxidschicht des Aluminiums angreifen und dadurch den Übergang von Aluminium in das Lebensmittel begünstigen.

Deshalb sollten stark saure Speisen nicht unmittelbar und längerfristig in Aluminiumfolie eingewickelt oder darin aufbewahrt werden.

Alufolie und salzhaltige Lebensmittel

Ähnliches gilt für stark gesalzene Lebensmittel.

Salz kann in Verbindung mit Feuchtigkeit den Kontakt zwischen Aluminium und Lebensmittel ungünstig beeinflussen. Besonders problematisch kann die Kombination aus Salz, Säure und längerer Aufbewahrungszeit sein.

Eine stark gesalzene oder marinierte Speise sollte deshalb nicht einfach für längere Zeit direkt in Alufolie eingeschlagen werden.

Diese Einschränkung ist insbesondere bei älteren Rezepten und Küchentipps wichtig, denn dort wurde Aluminiumfolie teilweise noch wesentlich uneingeschränkter zur Lebensmittelaufbewahrung empfohlen.

Garen in Alufolie

Eine klassische Zubereitungsart ist das Garen in Folie.

Dafür wird ein geeignetes Lebensmittel zusammen mit Gewürzen, Kräutern, Gemüse oder etwas Fett in Aluminiumfolie eingeschlagen. Die Folie wird anschließend zu einem möglichst geschlossenen Päckchen geformt.

Während des Garens kann die entstehende Flüssigkeit weitgehend im Päckchen verbleiben. Dadurch gart das Lebensmittel in einer feuchten und aromatischen Umgebung.

Bekannt ist diese Methode insbesondere bei Fisch in Folie, aber auch Gemüse, Kartoffeln und bestimmte Fleischgerichte können auf diese Weise zubereitet werden.

Fisch in Alufolie

Fisch in Folie gehört zu den klassischen Gerichten, bei denen Aluminiumfolie zum Garen verwendet wurde und teilweise noch verwendet wird.

Der vorbereitete Fisch wird beispielsweise mit Kräutern, Gewürzen, Gemüse und etwas Fett auf ein ausreichend großes Stück Folie gelegt und anschließend sorgfältig eingeschlagen.

Die Folienränder werden so verschlossen, dass der beim Garen entstehende Fischsaft möglichst im Päckchen verbleibt.

Dadurch kann der Fisch besonders schonend garen und trocknet weniger schnell aus.

Werden allerdings stark saure Zutaten wie größere Mengen Zitronensaft oder sehr salzhaltige Marinaden verwendet, sollte der direkte Kontakt mit Aluminium vermieden beziehungsweise eine für diese Zubereitung besser geeignete Alternative gewählt werden.

Alufolie zum Grillen

Für das Grillen werden beziehungsweise wurden häufig stärkere und besonders reißfeste Aluminiumfolien angeboten.

Sie halten mechanischen Belastungen besser stand als sehr dünne Haushaltsfolie und lassen sich zu stabileren Päckchen formen.

Soll beispielsweise Geflügel, Fisch oder Gemüse in einem Folienpäckchen gegart werden, kann die Innenseite leicht mit geeignetem Speiseöl bestrichen werden. Dadurch wird verhindert, dass bestimmte Lebensmittel stark an der Folie anhaften.

Die Ränder des Päckchens werden anschließend sorgfältig verschlossen, damit austretender Fleisch- oder Gemüsesaft möglichst nicht verloren geht.

Auch beim Grillen gilt jedoch: Stark salzige oder saure Lebensmittel sollten nicht über längere Zeit unmittelbar mit Aluminium in Kontakt stehen.

Alufolie zum Abdecken beim Backen

Alufolie kann außerdem verwendet werden, um Speisen während des Backens vor zu starker Bräunung zu schützen.

Wird beispielsweise die Oberfläche eines Auflaufs oder Bratens bereits ausreichend braun, während das Innere noch weitere Garzeit benötigt, kann das Gericht locker mit Aluminiumfolie abgedeckt werden.

Die Folie reduziert die direkte Wärmeeinwirkung auf die Oberfläche und kann dadurch verhindern, dass diese zu dunkel wird oder verbrennt.

Auch einzelne empfindliche Bereiche eines Lebensmittels können auf diese Weise geschützt werden.

Alufolie zum Warmhalten

Fertige Speisen können kurzfristig mit Alufolie abgedeckt oder eingewickelt werden, damit sie nicht so schnell auskühlen.

Die Folie selbst erzeugt selbstverständlich keine Wärme. Sie kann jedoch den Wärmeverlust beeinflussen und gleichzeitig verhindern, dass die Oberfläche eines Gerichtes schnell austrocknet.

Für längeres Warmhalten müssen jedoch geeignete Temperaturen eingehalten werden. Alufolie ersetzt keine fachgerechte Warmhaltemöglichkeit.

Glänzende und matte Seite der Alufolie

Alufolie besitzt meistens eine glänzende und eine matte Seite. Daraus ist der weit verbreitete Küchentipp entstanden, beim Kochen müsse grundsätzlich eine bestimmte Seite nach innen oder außen zeigen.

Bei normaler Haushaltsalufolie entsteht dieser Unterschied jedoch hauptsächlich durch das Herstellungsverfahren. In einem der letzten Walzschritte werden zwei Folienlagen gemeinsam gewalzt. Die Seiten, die mit den Walzen in Berührung kommen, werden stärker glänzend, während die einander zugewandten Flächen matter bleiben.

Für die meisten normalen Anwendungen in der Küche ist der Unterschied zwischen der matten und glänzenden Seite praktisch nicht entscheidend.

Die ältere Regel:

„Die glänzende Seite muss immer nach außen zeigen, damit die Wärme besser übertragen wird“

ist deshalb in dieser pauschalen Form nicht erforderlich.

Bei speziellen beschichteten Aluminiumfolien können dagegen Herstellerangaben zur richtigen Seite existieren. In solchen Fällen sollten die Hinweise auf der Verpackung beachtet werden.

Warum findet man in älteren Kochbüchern andere Angaben?

In älteren Kochbüchern und Haushaltsratgebern findet man häufig sehr genaue Anweisungen zur glänzenden und matten Seite der Alufolie.

Teilweise wurde empfohlen, die glänzende Seite beim Warmhalten nach innen und bei anderen Anwendungen nach außen zu legen. Solche Regeln wurden mit der unterschiedlichen Reflexion von Wärmestrahlung begründet.

Unter bestimmten technischen Bedingungen können Oberflächen tatsächlich unterschiedliche Strahlungseigenschaften besitzen. Für die üblichen Gar- und Verpackungsvorgänge im Haushalt ist dieser Unterschied jedoch in der Regel so gering, dass daraus keine allgemeine Küchenregel abgeleitet werden muss.

Beim Nachkochen eines historischen Rezeptes ist es daher normalerweise nicht entscheidend, welche Seite einer gewöhnlichen Alufolie nach außen zeigt.

Alufolie im Backofen

Gewöhnliche Aluminiumfolie kann grundsätzlich bei vielen Anwendungen im Backofen eingesetzt werden. Sie eignet sich beispielsweise zum Abdecken eines Bratens oder zum Herstellen eines Folienpäckchens.

Allerdings sollte die Folie nicht wahllos im gesamten Backofen ausgelegt werden. Insbesondere das vollständige Abdecken des Backofenbodens kann je nach Gerät problematisch sein, weil dadurch die Wärmeverteilung beeinträchtigt werden kann.

Auch der direkte Kontakt mit bestimmten Heizelementen sollte vermieden werden.

Maßgeblich sind deshalb immer die Herstellerhinweise des jeweiligen Backofens.

Alufolie in der Mikrowelle

Bei der Verwendung von Alufolie in einer Mikrowelle ist besondere Vorsicht erforderlich.

Metall kann elektromagnetische Felder beeinflussen und unter ungünstigen Bedingungen Funkenbildung und elektrische Entladungen verursachen. Dünne Folien, scharfe Kanten und zerknitterte Stellen können dabei besonders problematisch sein.

Aluminiumfolie sollte deshalb nicht wie selbstverständlich in einer Mikrowelle verwendet werden.

Entscheidend sind die Bedienungsanleitung des Gerätes und die Angaben des Herstellers. Ist die Verwendung von Metall oder Aluminiumfolie nicht ausdrücklich vorgesehen, sollte darauf verzichtet werden.

Alufolie und Lebensmittelhygiene

Alufolie schützt Lebensmittel zwar vor verschiedenen äußeren Einflüssen, ersetzt aber keine korrekte Kühlung und hygienische Aufbewahrung.

Leicht verderbliche Speisen müssen auch dann ausreichend gekühlt werden, wenn sie sorgfältig in Folie eingewickelt sind.

Ebenso sollte bereits benutzte Folie, die mit rohem Fleisch, Fisch oder Geflügel in Kontakt gekommen ist, nicht anschließend für verzehrfertige Lebensmittel verwendet werden.

Muss man für alles Alufolie verwenden?

Für viele frühere Anwendungen von Alufolie gibt es heute gute Alternativen.

Lebensmittel können beispielsweise in Glas- oder Mehrwegbehältern aufbewahrt werden. Für bestimmte Garverfahren eignen sich je nach Gericht auch Backpapier, geeignete Formen mit Deckel oder andere hitzebeständige Gefäße.

Gerade weil die Herstellung von Aluminium energieaufwendig ist, kann ein sparsamer und gezielter Einsatz von Aluminiumfolie sinnvoll sein.

Alufolie bleibt trotzdem ein praktischer Küchenhelfer, wenn ihre besonderen Eigenschaften tatsächlich benötigt werden.

Alufolie in älteren Kochbüchern

In Koch- und Haushaltsbüchern des 20. Jahrhunderts wurde Aluminium-Haushaltsfolie häufig als besonders vielseitiges Hilfsmittel beschrieben.

Typische Hinweise lauteten beispielsweise:

„Den Fisch in Alufolie einschlagen.“

„Das Geflügel in geölte Folie wickeln.“

oder:

„Die Speise mit Aluminiumfolie abdecken.“

Gerade in historischen Rezepten findet man außerdem häufig die Empfehlung, Lebensmittel in Aluminiumfolie im Kühlschrank aufzubewahren.

Solche Angaben sollten heute etwas differenzierter betrachtet werden. Die grundsätzlichen Eigenschaften der Folie haben sich zwar nicht verändert, inzwischen ist jedoch besser bekannt, dass der direkte Kontakt mit stark sauren oder salzhaltigen Lebensmitteln vermieden werden sollte.

Auch die alte Regel, wonach beim Garen grundsätzlich die glänzende Seite nach außen zeigen müsse, gilt für gewöhnliche Haushaltsalufolie nicht als notwendige Voraussetzung.

Damit ist Alufolie ein gutes Beispiel dafür, wie ein Küchenlexikon historische Kochanweisungen erklären und gleichzeitig um heutiges Küchenwissen ergänzen kann.

Kurz erklärt

Alufolie ist eine dünne, flexible Folie aus Aluminium, die in der Küche unter anderem zum Abdecken, Einwickeln, Warmhalten und für bestimmte Garverfahren verwendet wird. Besonders bekannt sind Zubereitungen wie Fisch oder Gemüse im Folienpäckchen.

Beim Aufbewahren und Zubereiten sollte direkter längerer Kontakt mit stark sauren und salzhaltigen Lebensmitteln vermieden werden, da unter solchen Bedingungen Aluminium in das Lebensmittel übergehen kann.

Die bei normaler Haushaltsalufolie vorhandene glänzende und matte Seite entsteht hauptsächlich durch die Herstellung. Für die meisten Anwendungen ist es nicht entscheidend, welche Seite nach innen oder außen zeigt. Die früher häufig genannte Regel, dass grundsätzlich die glänzende Seite nach außen gelegt werden müsse, ist daher keine allgemeingültige Notwendigkeit.

Alufolie bleibt ein vielseitiger Küchenhelfer, sollte jedoch gezielt und passend zum jeweiligen Lebensmittel und Verwendungszweck eingesetzt werden.

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