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Paprikahuhn

Paprikahuhn

Das richtige, feine Paprikahuhn ist der höchste Stolz der ungarischen Küche. Schenken wir demnach seiner Zubereitung gebührende Aufmerksamkeit!

Das wichtigste dabei ist ein junges, doch bereits fleischiges, frisch geschlachtetes Hühnchen, das gereinigt, in 8-10 Teile zerlegt und nach dem Waschen mit einem Tuch abgetrocknet wird. Man schneidet für je ein Paar Hühnchen 120–150 g geräucherten Speck in kleine Würfel und läßt diese aus, bis das ausgelassene Fett zu kochen beginnt.

Nun tut man eine kleine geriebene Zwiebel dazu und einen Kaffeelöffel edlen Szegediner Paprika. Wenn es danach wieder aufkocht, werden die Stücke des Huhnes gesalzen hineingelegt, etwas geschmort, und wenn der Saft verdampft ist, letzterer mit einem Löffel Knochenbrühe ersetzt. Der Topf wird nun zugedeckt und das Fleisch weichgedünstet.

Mittlerweile werden die Fleischstücke wiederholt umgewendet. Wenn sie weich zu werden beginnen, legt man auch die Leber hinzu. Mit dieser zusammen werden sie noch etwa zehn Minuten lang gedünstet. Jetzt gießt man ungefähr 3/10 l dicke, frische, saure Sahne darüber und läßt alles einmal aufkochen, um die Speise dann möglichst rasch auf warmer Platte aufzutragen.

Zum Paprikahuhn gehören leichte und mürbe Spätzle. Man nimmt 450 g Mehl, 3 Eidotter, 1/10 l süße oder gewöhnliche, frische, saure Sahne, beginnt aber mit der Micschung und Zubereitung erst, wenn das aufgestellte Salzwasser stark im Kochen ist. Die Vermischung soll nicht mit Kraft, sondern ganz leicht erfolgen, und der Teig wird mit einem Löffel in kleinen Stücken ins heiße Wasser gelegt. Kommen die Spätzle an die Oberfläche, so werden sie herausgeschöpft, in heißem, mit saurer Sahne vermischtem Fett ein paarmal gewendet und auf einer warmen Platte aufgetragen.

[Quelle: Kochbuch für Feinschmecker » Corvina-Verlag Budapest, Ungarn 1957]

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