Zwiebelfleisch nach Sachsenart – Geschmortes Rindfleisch mit Zwiebelsauce
Zwiebelfleisch nach Sachsenart ist ein kräftiges Schmorgericht mit reichlich Zwiebeln und zartem Rindfleisch. Das Besondere an diesem Rezept ist die einfache, aber wirkungsvolle Art der Saucenbindung: Statt Mehl oder Stärke werden altbackene Semmeln verwendet. Sie zerkochen im aromatischen Zwiebelfond und sorgen für eine kräftige, sämige Sauce.
Für vier Personen kommen jeweils 700 Gramm Rindfleisch und Zwiebeln in den Topf. Die große Menge Zwiebeln ist dabei kein Zufall. Sie bildet die geschmackliche Grundlage des Gerichtes und entwickelt beim langsamen Schmoren eine angenehme Süße. Ein kleiner Löffel Zucker unterstützt dieses Aroma zusätzlich.
Typisch würzig wird das Zwiebelfleisch durch gehackten Kümmel. Zusammen mit Salz und Pfeffer entsteht eine herzhafte Würzung, die hervorragend zum Rindfleisch passt. Das Fleisch wird nicht scharf angebraten, sondern auf die zuvor in Butter glasig gedünsteten Zwiebeln gelegt und anschließend langsam in kräftiger Brühe geschmort.
Ist das Rindfleisch weich, werden die Scheiben herausgenommen und warm gehalten. Erst jetzt kommen die altbackenen Semmeln zum Einsatz. In Scheiben geschnitten werden sie in den Zwiebelfond gegeben und etwa zehn Minuten unter wiederholtem Rühren gekocht. Dabei zerfallen sie und verwandeln den Fond in eine dicke, aromatische Zwiebelsauce.
Serviert wird das Fleisch großzügig mit der Sauce bedeckt. Als klassische Beilage eignen sich Kartoffelklöße, die besonders gut zur kräftigen Zwiebelsauce passen.
Portionen: 4
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Schmorzeit: ca. 1½–2 Stunden
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: ★★★☆☆ (3 von 5)
Kalorien pro Portion: ca. 650 kcal ohne Kartoffelklöße

Zutaten
- 700 g mageres Rindfleisch
- 700 g Zwiebeln
- 500 ml kräftige Kalbs- oder Schweinebrühe
- 70 g Butter
- 1 Kaffeelöffel Kümmel, gehackt
- 1 Kaffeelöffel Zucker
- 3 altbackene Semmeln
- alternativ altbackenes Weißbrot
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
- Das Rindfleisch quer zur Faser in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
- Die Butter in einem schweren Topf erhitzen.
- Die Zwiebelwürfel hineingeben und bei mittlerer Hitze langsam glasig dünsten. Sie sollen weich werden, aber nicht dunkel braten.
- Die Rindfleischscheiben auf den Zwiebeln verteilen.
- Mit Salz und Pfeffer würzen und Zucker sowie gehackten Kümmel dazugeben.
- Die kräftige Brühe angießen.
- Den Topf mit einem Deckel verschließen und das Fleisch bei niedriger Temperatur langsam schmoren lassen, bis es weich ist. Je nach Fleischstück dauert dies etwa 1½ bis 2 Stunden.
- Die fertigen Rindfleischscheiben vorsichtig aus dem Topf nehmen und abgedeckt warm halten.
- Die altbackenen Semmeln in dünne Scheiben schneiden und in den verbliebenen Zwiebelfond geben.
- Etwa 10 Minuten köcheln lassen und dabei regelmäßig kräftig umrühren.
- Die Semmeln sollen weitgehend zerfallen und zusammen mit den Zwiebeln eine sämige Sauce ergeben.
- Die Zwiebelsauce abschmecken und bei Bedarf noch etwas Salz und Pfeffer hinzufügen.
- Die warmen Rindfleischscheiben auf Tellern anrichten und großzügig mit der heißen Zwiebelsauce bedecken.
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Beilage
Besonders gut passen Kartoffelklöße zum Zwiebelfleisch. Sie nehmen die kräftige, dicke Zwiebelsauce hervorragend auf.
Alternativ können Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree dazu gereicht werden.
Getränk
Zum kräftigen Schmorgericht passen je nach Geschmack Bier oder Wein.
Tipps zum Rezept
- Für das lange Schmoren eignen sich Rindfleischstücke aus Schulter, Bug oder Keule.
- Die 700 g Zwiebeln erscheinen zunächst viel, sind für dieses Gericht aber wichtig. Beim Schmoren fallen sie stark zusammen und bilden die Grundlage der Sauce.
- Den Kümmel vor der Verwendung etwas hacken oder im Mörser zerstoßen. Dadurch verteilt sich sein Aroma besser.
- Die Zwiebeln zunächst nur glasig dünsten und nicht kräftig anrösten.
- Altbackene Semmeln sind hier nicht nur Resteverwertung, sondern dienen als traditionelle Saucenbindung.
- Sollte die Sauce am Ende zu dick sein, kann etwas zusätzliche heiße Brühe untergerührt werden.
- Das Gericht lässt sich gut vorbereiten und schmeckt nach erneutem Erwärmen besonders aromatisch.
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Nach: Katja Ebstein – unterwegs in der DDR – Herausgeber: Fernsehen der DDR, Bereich Internationaler Programmaustausch – Berlin 1199