Schüttelstollen – Einfacher Stollen mit Rosinen, Rum und Zitronat
Der Schüttelstollen ist eine unkomplizierte Variante des klassischen Stollens und kommt ohne Hefe und lange Gehzeiten aus. Stattdessen wird der Teig mit Backpulver zubereitet. Seinen Namen verdankt er der besonderen Zubereitung: Die trockenen Zutaten werden zunächst in einer großen, gut verschließbaren Schüssel kräftig durchgeschüttelt und anschließend mit den flüssigen Zutaten zu einem Teig verarbeitet.
Für den typischen Geschmack sorgen Rosinen, Rum, Zitronat, Vanillinzucker, Zitronenschale und Bittermandelaroma. Besonders aromatisch werden die Rosinen, wenn sie bereits am Vortag in Rum eingelegt werden und ausreichend Zeit haben, die Flüssigkeit aufzunehmen.
Die warme Milch wird mit Butterschmalz vermischt und anschließend zum Teig gegeben. Dadurch bekommt der Stollen eine saftige und gleichzeitig kompakte Konsistenz. Wer möchte, kann zusätzlich gehackte oder gemahlene Mandeln unterarbeiten.
Nach dem Backen bekommt der Schüttelstollen seine typische süße Oberfläche. Dafür wird er nach dem Abkühlen großzügig mit flüssiger Butter bestrichen und mit Puderzucker bestäubt. Anders als ein traditioneller Hefestollen muss diese Variante nicht mehrere Wochen lagern. Bereits nach etwa einem Tag Ruhezeit kann sie angeschnitten werden.
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten
Backzeit: ca. 45 Minuten
Ruhezeit der Rosinen: 24 Stunden
Durchziehzeit: ca. 1 Tag
Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆ (2 von 5)
Kalorien: ca. 330 kcal pro Stück bei 12 Stücken

Zutaten
- 250 ml Milch
- 150 g Butterschmalz
- 500 g Mehl
- 100 g Zitronat
- 150 g Rosinen
- 2 cl Rum
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 1 Päckchen geriebene Zitronenschale oder die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
- einige Tropfen Bittermandelaroma
- nach Belieben gehackte oder gemahlene Mandeln
Zum Bestreichen und Bestäuben:
- 100 g Butter
- 80 g Puderzucker
Zubereitung
- Die Rosinen in eine kleine Schüssel geben, mit dem Rum übergießen und zugedeckt etwa 24 Stunden ziehen lassen.
- Am nächsten Tag den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Milch langsam erwärmen. Sie soll heiß werden, aber nicht kochen.
- Das Butterschmalz in die warme Milch geben und vollständig darin schmelzen lassen.
- Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, Vanillinzucker und Zitronenschale in eine große, gut verschließbare Schüssel geben.
- Die Schüssel verschließen und die trockenen Zutaten kräftig durchschütteln.
- Zitronat, eingelegte Rosinen samt verbliebenem Rum und einige Tropfen Bittermandelaroma hinzufügen.
- Die warme Milch-Butterschmalz-Mischung dazugießen.
- Alles gründlich zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten.
- Nach Belieben gehackte oder gemahlene Mandeln unter den Teig arbeiten.
- Eine Stollenbackform einfetten und den Teig hineinfüllen.
- Den Stollen in den vorgeheizten Backofen geben und insgesamt etwa 45 Minuten bei 180 °C backen.
- Nach ungefähr 10 Minuten Backzeit die Oberfläche vorsichtig der Länge nach etwa 5 mm tief einschneiden.
- Den fertig gebackenen Stollen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
- Die Butter schmelzen und den abgekühlten Stollen großzügig damit bestreichen.
- Anschließend dick mit Puderzucker bestäuben.
- Den Schüttelstollen gut verpacken und ungefähr einen Tag durchziehen lassen, bevor er angeschnitten wird.
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Tipps zum Rezept
- Die Rosinen möglichst wirklich einen Tag in Rum ziehen lassen. Dadurch werden sie besonders aromatisch und saftig.
- Wer keine Stollenbackform besitzt, kann den Teig entsprechend formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech backen.
- Gehackte Mandeln sorgen für mehr Biss, gemahlene Mandeln machen den Teig etwas feiner.
- Bittermandelaroma sehr sparsam verwenden, da es ausgesprochen intensiv ist.
- Den Puderzucker erst auftragen, nachdem der Stollen mit Butter bestrichen wurde. Dadurch haftet die dicke weiße Schicht besser.
- Vor dem Anschneiden mindestens einen Tag ruhen lassen, damit sich die Aromen miteinander verbinden.
Haltbarkeit und Aufbewahrung
Den vollständig ausgekühlten Schüttelstollen gut in Backpapier und anschließend in Folie oder einer geeigneten Dose verpacken. Kühl und trocken gelagert bleibt er mehrere Tage saftig.
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Klingt ja sehr lecker muss ich mal probieren. Nur werde ich keinen Puderzucker nehmen der trocknet den Stollen aus.