Räuchermakrelenhäckerle – Herzhaft mit Apfel, Gurke und Speck
Räuchermakrelenhäckerle ist ein kräftiger und würziger Brotaufstrich aus geräuchertem Fisch, Zwiebeln, saurer Gurke, Apfel und knusprig gebratenem Rauchspeck. Die Kombination aus rauchigem Fisch, würzigem Speck und der leichten Säure von Gurke und Apfel macht dieses Gericht besonders aromatisch.
Traditionell wird der von Haut und Gräten befreite Räucherfisch durch den Fleischwolf gedreht. Dadurch entsteht eine gleichmäßige, aber nicht vollkommen glatte Masse. Wer keinen Fleischwolf besitzt, kann das Fischfleisch auch mit einem großen Messer sehr fein hacken oder vorsichtig in einer Küchenmaschine zerkleinern.
Für Frische sorgen eine fein gehackte saure Gurke und ein klein gewürfelter Apfel. Gerade der Apfel bildet mit seiner milden Süße einen interessanten Gegensatz zum kräftigen Räucherfisch. Die Zwiebel bringt zusätzliche Würze, während einige Tropfen Speisewürze den herzhaften Geschmack abrunden.
Besonders kräftig wird das Häckerle durch angebratene Rauchspeckwürfel. Sie werden vor dem Untermischen kurz gebraten und geben der Fischmasse ein zusätzliches Raucharoma. Mit Salz sollte anschließend vorsichtig umgegangen werden, denn sowohl Räucherfisch als auch Speck bringen bereits reichlich Würze mit.
Serviert wird das Räuchermakrelenhäckerle am besten gut gekühlt und mit Eierscheiben garniert. Dazu passt kräftiges Schwarzbrot besonders gut. Die im ursprünglichen Rezept vorgesehene Picnic-Sauce wird separat gereicht, sodass jeder nach Geschmack davon nehmen kann.
Portionen: 4
Vorbereitungszeit: ca. 25 Minuten
Kühlzeit: ca. 30 Minuten
Gesamtzeit: ca. 55 Minuten
Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆ (2 von 5)
Kalorien pro Portion: ca. 550 kcal ohne Brot und Sauce

Zutaten
- 750 g geräucherte Schild- oder Thunmakrele beziehungsweise anderer Räucherfisch
- 3 Esslöffel Öl
- 1 große Zwiebel
- 1 saure Gurke
- 1 Apfel
- 40 g Rauchspeckwürfel
- einige Tropfen Speisewürze
- Salz
- Pfeffer
- Picnic-Sauce zum Servieren
- nach Belieben hartgekochte Eier zum Garnieren
- Schwarzbrot zum Servieren
Zubereitung
- Den Räucherfisch sorgfältig von Haut und sämtlichen Gräten befreien.
- Das Fischfleisch durch einen Fleischwolf drehen oder mit einem Messer sehr fein hacken.
- Die Zwiebel schälen und möglichst fein würfeln.
- Die saure Gurke ebenfalls sehr fein hacken.
- Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in sehr kleine Würfel schneiden.
- Die Rauchspeckwürfel in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
- Den zerkleinerten Räucherfisch in eine Schüssel geben.
- Öl, Zwiebel, saure Gurke und Apfel dazugeben.
- Die angebratenen Rauchspeckwürfel unterheben.
- Einige Tropfen Speisewürze hinzufügen und alles gründlich miteinander vermischen.
- Das Häckerle mit Pfeffer und bei Bedarf vorsichtig mit Salz abschmecken.
- Nach Möglichkeit etwa 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen miteinander verbinden.
- Das Räuchermakrelenhäckerle auf einer Platte oder in einer Schüssel anrichten.
- Nach Belieben mit Scheiben von hartgekochten Eiern garnieren.
- Mit kräftigem Schwarzbrot servieren und die Picnic-Sauce separat dazu reichen.
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Rezepttipps
- Besonders aromatisch wird das Häckerle mit geräucherter Makrele, es können aber auch andere Räucherfische verwendet werden.
- Beim Entfernen der Gräten sehr sorgfältig arbeiten, da sich gerade in Makrelen kleinere Gräten verstecken können.
- Den Fisch nicht vollständig pürieren. Eine leicht stückige Konsistenz passt besser zu einem klassischen Häckerle.
- Einen säuerlichen und festen Apfel verwenden, damit das Gericht nicht zu süß wird.
- Den Apfel erst kurz vor dem Vermischen schneiden, damit er sich nicht braun verfärbt.
- Mit Salz zunächst sparsam umgehen, da Räucherfisch und Rauchspeck bereits salzig sind.
- Wer es besonders würzig mag, kann etwas mehr saure Gurke oder frisch gemahlenen Pfeffer verwenden.
- Das Häckerle schmeckt besonders gut, wenn es vor dem Servieren etwa 30 Minuten durchziehen kann.
- Dazu passen kräftiges Schwarzbrot, Bauernbrot oder frisches Mischbrot.
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Nach: Dem Fischkoch in die Pfanne geguckt, Verlag für die Frau, Leipzig, DDR, 1971