Karpfen in Biersoße mit Lebkuchen würzig und sämig
Karpfen in Biersoße ist ein würziges Fischgericht, bei dem zarte Karpfenportionen zunächst in Butter angebraten und anschließend in einer kräftigen Soße aus Bier, Sellerie, Zwiebeln und geriebenem Lebkuchen sanft fertig gegart werden. Genau diese Kombination macht das Rezept so besonders: Das Bier bringt eine malzige Tiefe, während der Lebkuchen die Soße leicht bindet und ihr eine fein würzige, warme Note verleiht – ohne süß zu wirken.
Für ein gutes Ergebnis ist die richtige Reihenfolge entscheidend: Der Fisch wird nur kurz und heiß angebraten, damit er eine schöne Farbe bekommt, aber innen noch saftig bleibt. Danach gart er in der Soße nur noch schonend – so bleibt das Fleisch zart und zerfällt nicht. Die Soße selbst wird am Ende mit einer Butter-Mehlschwitze zusätzlich gebunden, wodurch sie schön sämig wird und sich perfekt über den Fisch legen lässt. Ein Spritzer Zitrone sorgt für Frische und hebt den Geschmack deutlich an.
Als Beilage passen Salzkartoffeln besonders gut, weil sie die Soße hervorragend aufnehmen. Ein grüner Salat bringt die nötige Leichtigkeit und rundet das Gericht ausgewogen ab.
Zubereitungszeit: ca. 70 Minuten
Kalorien pro Portion: ca. 620 kcal

Zutaten
- 1,5 kg lebenden Karpfen
- 1 Zwiebel
- 100 g Sellerieknolle
- 100 g geriebener Lebkuchen
- 3/4 Liter Bier
- Salz
- Zucker
- 1 Zitrone
- 100 g Butter
- 30 g Mehl
Zubereitung
- Karpfen schlachten, säubern, entschuppen und in Portionen schneiden, dann salzen und mit Zitronensaft beträufeln.
- Die Karpfenscheiben in Mehl wälzen und in 50 g heißer Butter von beiden Seiten gut anbraten, zur Seite stellen.
- Zwiebel und Sellerie in feine Würfel schneiden, glasig schwitzen.
- Geriebenen Lebkuchen mit Bier aufgießen, zugedeckt langsam erhitzen, die Gewürze hinzugeben, Fischportionen darin garziehen lassen und dann vorsichtig herausnehmen.
- Mehl in der restlichen Butter anschwitzen und den Fischfond damit binden.
- Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
- Den vorher auf einer Platte angerichteten und warmgestellten Karpfen mit der Soße übergießen.
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[Nach: Berliner Küche – Berlin-Information, 1983]