Sächsischer Weihnachtsstollen

Ein original DDR-Rezept aus dem Jahr 1989

Rezept nach Kurt Drummer (* 20. März 1928 in Gornsdorf; † 8. Juni 2000 in Chemnitz).

Er war Fernsehkoch und Chefkoch in der DDR.

Kurt Drummer wurde in der DDR vor allem aufgrund seiner Tätigkeit als Fernsehkoch bekannt. Die Sendung „Der Fernsehkoch empfiehlt“ begann 1958. Insgesamt war Kurt Drummer über 25 Jahre im Fernsehen der DDR zu sehen.

Sächsischer Weihnachtsstollen
Sächsischer Weihnachtsstollen © Bildagentur PantherMedia / Oleksandr Prokopenko

Zutaten

(für 2 Stollen)

Zum Bestreichen für 2 Stollen:

  • 150 g Butter
  • 5 Eßlöffel Zucker
  • 2 Päckchen Vanillinzucker
  • 200 g Puderzucker
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Zubereitung

Die Rosinen am Vortag sauber auslesen, waschen, eine Stunde mit kaltem Wasser bedeckt stehenlassen, dann gut abtropfen lassen, nach und nach mit Rum beträufeln, dabei das Gefäß mit den Rosinen immer abdecken, damit keine Geruchs- und Geschmacksstoffe verloren gehen.

Aus der zerbröckelten Hefe, etwa 1/4 Liter lauwarmer Milch und dem gesiebten Mehl einen Vorteig bereiten und 15 Minuten an einem zugfreien, aber nicht zu warmen Ort gehen lassen.

Die Hälfte der Butter, gut geschmeidig gerührt, die zur Hälfte grob geraspelten, zur Hälfte fein geriebenen süßen Mandeln, die fein geriebenen bitteren Mandeln, das gewürfelte Zitronat, Zucker und Vanillinzucker, Zitronenaroma, etwas Salz und Muskat dazugeben und unterkneten.

Die vorbereiteten Rosinen zusammen mit der zweiten Hälfte der geschmeidigen Butter zum Schluß unter den Teig wirken (scheint er zu trocken, noch etwas lauwarme Milch dazugeben), das Ganze nochmals gehen lassen und dann wieder zusammenwirken (von einem sorgfältigen, gleichmäßigen Durchwirken und Kneten ist die Qualität des Stollens mit abhängig!).

Aus der angegebenen Menge lassen sich zwei schöne Stollen herstellen:

Die Stollen länglich oval formen, in der Mitte längs etwas einkerben, auf einem gebutterten, leicht bemehlten Backblech nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen und dann bei kräftiger Mittelhitze backen (wird die Hitze beim Backen zu stark, mit Pergamentpapier oder Alufolie abdecken).

Den Stollen abkühlen lassen, gut mit zerlassener Butter einstreichen, mit Zucker und Vanillinzucker bestreuen, nochmals mit zerlassener Butter beträufeln und dick mit Puderzucker bestreuen.

Die Variationen der sächsischen Weihnachtsstollen unterscheiden sich im wesentlichen durch die veränderte Proportion der Zutaten: mehr Rosinen ergeben den Rosinenstollen, reichlich Mandeln den Mandelstollen, mehr Butter oder Butterschmalz den Butterstollen.

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Sächsischer Weihnachtsstollen

[Nach: Die besten Rezepte aus der Fernsehküche, © VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1989]

Rezept-Bewertung

4.6/5 (74 Reviews)

8 Kommentare

  1. Dazu eine Frage: Ich habe zwei selbsternannte Expertinnen zum Thema Stollen befragt. Eine meinte, ein Stollen müsse frisch auf den Tisch kommen, die andere betonte, der Stollen müsse erst wochenlang durchziehen ehe er wirklich zu genießen sei.
    Ja, was denn nun?

    1. Stollen muss mindestens 4 Wochen an einen kühlen Ort durchziehen. Früher wurde er, bei uns, immer in ein leinentuch gewickelt dann in einen Koffer gepackt und Im Schlafzimmer auf den Schrank gestellt. Der letzte Stollen wurde kurz vor Ostern gegessen! Einfach lecker

    2. bei uns war der omastollen im tonerdefass und wir kinder haben geklaut wie die raaben, deswegen hat er nicht lasnge überlebt, aber eigentlich sollte er durchziehen, frisch nee kann ik mich nicht erinnern jab et glob nicht. einfach ausprobieren der eine mag es so der andere so.

    1. Das ist m. E. nach auch zu viel! Ich nehme auf einen Kilo Mehl 2 Würfel, das reicht vollkommen aus.

  2. In einen sächsischen Stollen kommen, Butter, Margarine, Butterschmalz und Schweineschmalz, ich backe schon 40 Jahre Stollen. Es gehört auch 250ml Rum rein, da die Rosinen richtig im Rum weichen müssen.

    1. Könntest du bitte die Mengen angeben vom Fett? Und mit welcher Temperatur und Zeit backst du die Stolle ?

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