Speiseeis

Ein Rezept aus der Sowjetunion aus dem Jahr 1971 (also 50 Jahre alt)

Allgemeines über die Zubereitung

Eis kann auch im Haushalt zubereitet werden. Ist ein Kühlschrank mit Tiefkühlfach vorhanden, dann ist dieser mindestens 1/2 Stunde vor Hineinstellen des Eisgefäßes auf die tiefste Stufe zu schalten. Eis muß schnell gefrieren, sonst kristallisiert es. Am schnellsten gefriert es in Metallgefäßen. Umrühren verkürzt die Gefrierzeit. Vor allem Eismassen ohne Schlagsahne sind mehrmals umzurühren.

Aber auch wer keinen Kühlschrank hat, kann selbst Eis bereiten. Die Eismasse wird in ein Einweckglas gefüllt, mit Deckel, Gummiring und Klammer fest verschlossen und in einen Eimer oder eine große Schüssel gestellt. Etwa 1 kg mit dem Hammer zerkleinertes Roheis und 350 g Viehsalz werden gut vermischt und rund um das Einweckglas gepackt. Das Glas mit der Eismasse wird mehrmals hin- und hergedreht, darf aber nicht lange aus der Roheismasse herausgehoben werden.

Speiseeis

Nach einer Viertelstunde bereits das Gefrorene vom inneren Glasrand abschaben. Die Eismasse im Einweckglas immer wieder lockern, bis sic die gewünschte Festigkeit erreicht hat. Während des Gefrierprozesses muß aber auch das Tauwasser abgegossen und mehrmals durch frisches Eis (und eventuell etwas Viehsalz) ersetzt werden.

Es gibt zwei grundlegende Eissorten: Sahneeis und Frucht-Beeren-Eis. Ersteres bereitet man aus Milch oder süßer Sahne, Zucker, Eiern unter Zusatz aromatischer Stoffe. Frucht-Beeren-Eis wird aus Säften und Pürees verschiedener Früchte und Beeren mit Zucker bereitet. Die Zuckermenge ist genau zu beachten, da sonst die Qualität des Eises nicht gut ist.

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Sahneeis wird mit verschiedenen konservierten Früchten oder mit Gebäck garniert zu Tisch gebracht. Es kann auch mit eingeweckten Früchten, Beeren, Sirup oder Fruchtsaft oder mit verschiedenen Likören oder Weinen – nicht für Kinder – begossen serviert werden. Frucht-Beeren-Eis kann man mit Schlagsahne, gehackten Nüssen, aber auch mit frischen oder konservierten Früchten garnieren.

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Nach: Kulinarische Gerichte, Zu Gast bei Freunden, Verlag für die Frau, Leipzig und Verlag für Lebensmittelindustrie, Moskau, 1971

Rezept-Bewertung

3.5/5 (2 Reviews)

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