Huhn Marengo

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Huhn Marengo

Als Napoleon (1769 bis 1821) nach der für ihn siegreichen Schlacht bei dem norditalienischen Dorf Marengo am 14. Juni 1800 speisen wollte, stellte sich heraus, daß seinem Küchenchef Dunant alle Lebensmittelvorräte verloren gegangen waren. Auf Befehl Napoleons wurden Soldaten ausgeschickt, die alles requirierten, was ihnen an Eßbarem unter die Finger kam. Entgegen der französischen Küchenordnung landete dann gewissermaßen alles in einem Topf. Grundlage dieses aus der Not entstandenen Gerichtes war Huhn in Weißwein mit Krebsen. Tomaten, die heute für dieses Gericht unverzichtbar sind, kamen allerdings erst 100 Jahre später dazu, denn vorher wurden sie noch als giftige Pflanze betrachtet.

Huhn Marengo
Huhn Marengo / Chiken_Marengo.jpg: reed flickrderivative work: Jocian / CC BY-SA

Zutaten

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Zubereitung

Hühner in Stücke schneiden und würzen.

In Öl von allen Seiten anbraten, herausnehmen und warmstellen.

In dem gleichen Öl Zwiebelscheiben, zerdrückten Knoblauch und Tomatenviertel anbräunen.

Hühnerfleisch wieder hinzugeben, mit Wein ablöschen, mit etwas Wasser oder Brühe auffüllen und fertiggaren.

Die Krebse kochen und die Eier backen.

Hühnerstücke auf einer Platte anrichten, Fond darübergeben und mit den Krebsen und Eiern garnieren.

Beilage: Gebackene Kartoffeln.

Als Getränk herben Weißwein servieren.

[Quelle: Bekannte Speisen richtig zubereitet – Ratgeber für Gastronomen, Verlag Die Wirtschaft Berlin, DDR, 1984]

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