Prophetenkuchen / Huckelkuchen

Prophetenkuchen (Huckelkuchen, Thüringer Platz, Aufläufer, Platzkuchen und Fettpfützenkuchen) ist eine Thüringer Spezialität.

Prophetenkuchen - Thüringer Spezialität
Prophetenkuchen – Thüringer Spezialität / Tom.koehler [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
Dieser Kuchen ist ein mit Butter und Puderzucker überzogener Blechkuchen, bestehend nur aus einer dünnen, ungelockerten Teigschicht, die sich beim Backen in den typischen Huckeln hochstellt oder aufwirft. Er kann je nach Herkunft eine knusprige, keksähnliche Beschaffenheit oder auch einen weicheren Biss haben. Der Teig besteht aus Eiern, Zucker, flüssigem Fett, einer Spirituose (meist Rum) und Mehl. Durch den hohen Eigehalt erinnert er geschmacklich stark an Biskuit oder Wiener Boden.

Der Kuchen war bereits im 18. Jahrhundert bekannt. Bei Johann Christoph Adelung wird er erwähnt mit der Erläuterung „in einigen Gegenden, zum Beispiel in Meißen und Thüringen, eine Art großer sehr dünner und hart gebackener Kuchen, von Mehl, Milch, Eiern und Butter, welche auf der Oberfläche gemeiniglich aufgelaufen sind. Der Grund der Benennung ist unbekannt.

Zutaten

Knapp 500 g Mehl, 6 Eier, 1 Wasserglas Rum, 100 g Margarine, 100 g Zucker, Salz, Butter.

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Zubereitung

Die Hälfte des Mehles nach und nach mit Eiern, Rum, Margarine, Zucker und Salz verkneten.
Erst zuletzt den Rest des Mehles zugeben.
Den lockeren Teig recht dünn ausrollen, auf ein gefettetes Blech legen und mit Butter bestreichen.
Bei kräftiger Hitze backen.
Nach dem Backen buttern und zuckern.
– Je mehr sich der Kuchen während des Backens wölbt, desto echter ist das Gebäck.

Quelle: Kochkunst: Lukullisches von A bis Z.- 3. Aufl., Verlag für die Frau, 1986, Leipzig, DDR

Dieser Text basiert auf dem Artikel Prophetenkuchen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

 

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