„Nimm saure Weintrauben, gib Salbei, zwei Knoblauchzwiebeln und Speck dazu, zerstoße dies miteinander, drücke es aus und reiche es als eine gute Tunke.“

Das mittelalterliche Rezept wird mit der heutigen Soßenpraxis kaum noch übereinstimmen. Nicht nur wegen der ungewöhnlichen Mischung einzelner Zutaten. In welchem Haushalt steht schon ein Mörser, und wer macht sich noch die Mühe, zum Braten eine extra Soße zu bereiten?

Hand aufs Herz, gewöhnlich rühren Sie etwas Mehl oder Stärkemehl an den Bratenfond – und fertig. Aber das ist noch keine Soße. Zumindest nicht das, was die französische Kochkunst darunter versteht. Talleyrand spottete einst, daß es in England 300 Provinzen und drei Soßen gäbe, in Frankreich dafür 300 Soßen, wenn auch nur drei Provinzen.

Ironie beiseite. Eine Soße variiert den Braten, vollendet ihn, rundet ihn ab, umhüllt ihn, gibt ihm Wohlgeschmack. Das alles sind Gründe, ihr mehr Aufmerksamkeit als bisher zu schenken.

Die Soße ist die Visitenkarte der guten Küche. Also behandeln Sie die Soße künftig nicht mehr als etwas, was beim Braten so nebenbei entsteht. Seien Sie Neuerer! Probieren Sie Rotweinsoße zum Kaßler und italienische Fleischsoße über die Spaghetti, Currysoße zum Steak und Teufelssoße zum Schaschlyk.

Im Grunde lassen sich alle Soßen auf vier Grundsoßen zurückführen: auf die helle und die dunkle, auf Ölsoßen und Buttersoßen. Alles übrige verraten Ihnen unsere Rezepte und Ihre Phantasie. Kenner meinen, die Anzahl der Soßen aller Länder würde mehr Bände füllen als die Werke Shakespeares und Balzacs zusammen. Vielleicht ist schon in der nächsten Sammlung eine Kreation enthalten, die Ihren Namen trägt. Lehmanns Käsesoße und so weiter…

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Englische Wildsoße

2 Englische Wildsoße Je 2 Eßlöffel feingehackter roher Schinken, feingehackte Zwiebel und verschiedene Kräuter, 20 g Butter, 1/4 Liter braune Soße, etwas Essig, Salz und Pfeffer, 2 Eßlöffel Johannisbeerkonfitüre, 1/8 Liter süßer Rotwein. Schinken, Zwiebel und Kräuter kurz in der erhitzten Butter braten. Mit brauner Soße und etwas Essig auffüllen, gut durchkochen und einige Minuten ziehen lassen. Mit Salz und […]

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Eiersoße

5 Eiersoße 2 bis 4 hartgekochte Eier, etwa 100 g Butter, Zitronensaft, Salz, weißer Pfeffer, gehackte Petersilie. Die Eier halbieren, das Eigelb herausnehmen und durch ein Sieb streichen. Inzwischen die Butter erhitzen, aber keine Farbe nehmen lassen. Das Eigelb mit der Butter zu einer cremigen Masse verrühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen, das Eiweiß feinhacken und dazugeben. So vorbereitet, […]

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Echte holländische Soße

Echte holländische Soße

9 Echte holländische Soße Willkommen in der kulinarischen Welt der authentischen holländischen Soße! In diesem Rezept wirst du lernen, wie du diesen DDR-Klassiker neu entdeckst und ihm einen modernen Twist verleihst. Diese reichhaltige und cremige Soße ist ein echter Allrounder und wird deine Gerichte auf ein neues Level heben. Also schnapp dir deine Kochutensilien und lass uns gemeinsam in die […]

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Dillsoße, kalt

3 Dillsoße, kalt Zutaten 2 Bund Dill 1/8 Liter Joghurt 1 Eßlöffel saure Sahne 1 Teelöffel Zitronensaft Zubereitung Den Dill feinhacken, mit den anderen Zutaten verrühren und gut gekühlt servieren. Nach: Kochkunst: Lukullisches von A bis Z.- 3. Aufl., Verlag für die Frau, 1986, Leipzig, DDR

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Cocktailsoßen

Cocktailsoßen nach DDR-Rezept

0 Cocktailsoßen Bist du bereit, deine Geschmacksnerven mit den kreativen Cocktailsoßen aus der DDR zu verwöhnen? Diese vielseitigen Soßen sind nicht nur einfach herzustellen, sondern bieten auch endlose Möglichkeiten zur Anpassung an deine persönlichen Vorlieben. Ob mit Mayonnaise, saurer Sahne oder Joghurt als Basis, hier sind einige Variationen, die deine Gerichte auf ein neues Level heben werden: Apfel-Pfirsich-Soße Geschälte Äpfel […]

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Chantilly-Soße

1 Chantilly-Soße 150 g Mayonnaise, 40 g Zitronensaft, Salz, weißer Pfeffer oder Edelsüßpaprika, 1/8 Liter Schlagsahne. Die Mayonnaise mit den Gewürzen abschmecken und kurz vor dem Servieren die steifgeschlagene Sahne unterheben. Empfehlenswert zu zarten Speisen wie Fisch, Salaten, Gemüsen. Nach: Kochkunst: Lukullisches von A bis Z.- 3. Aufl., Verlag für die Frau, 1986, Leipzig, DDR

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Cambridge-Soße

2 Cambridge-Soße 4 hartgekochte Eigelb, 50 g Sardellen- oder Anschovisfilets, 40 g Kapern, Senfpulver oder Senf, Essig, 60 g Öl, Cayennepfeffer, gehackter Dill, Estragon oder Petersilie. Die Eigelb zusammen mit den Sardellenfilets und Kapern sehr fein hacken und durch ein Sieb streichen. Danach mit Senfpulver, Essig, Öl glattrühren und mit Cayennepfeffer abschmecken. Zuletzt die feingehackten Kräuter dazugeben. Diese Spezialsoße paßt […]

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Bördeländer Tomatensoße

0 Bördeländer Tomatensoße 600 g reife Tomaten, 1 Lorbeerblatt, 2 Nelken, 10 Pfefferkörner, 1/8 Liter Brühe, 80 g Schinkenspeck 1 große Zwiebel, 50 g Champignons, 50 g Öl, 1 Prise weißer Pfeffer, 1 Spur Majoran, Salz, 50 g Zitronensaft, abgeriebene Zitronenschale. Die Tomaten waschen und vierteln, in einem Topf mit den Gewürzen (Lorbeerblatt, Nelken, Pfefferkörner) und der Brühe etwa 40 […]

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Bechertaler Kräutersoße

0 Bechertaler Kräutersoße 130 g Doppelrahmfrischkäse mit Kräutern, 100 g Mayonnaise, 60 g Zitronesaft, feingehackte Kräuter (Dill, Petersilie, Schnittlauch usw.), Salz, Joghurt. Alle Zutaten mit dem Schneebesen verschlagen und die Konsistenz, je nach Bedarf, mit Joghurt beeinflussen. Es empfiehlt sich, die Soße etwa 1 Stunde stehenzulassen, damit sich die Kräuter geschmacklich entfalten können. Die Soße schmeckt zu allen Fisch- und […]

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Balkansoße

4 Balkansoße 120 g Mayonnaise, 1 rote Paprikafrucht, 1 grüne Paprikafrucht, 1 Pepperoni (frisch oder Konserve), 2 kleine Zwiebeln, Knoblauchzehen, Salz, Cayennepfeffer oder scharfer Gewürzpaprika. Die Paprikafrüchte und die Pepperoni waschen, entkernen, die Zwiebeln schälen, alles in feine Würfel schneiden. Knoblauchzehen nach Belieben schälen, mit Salz zerreiben, alles mit der Mayonnaise mischen und scharf mit Pfeffer abschmecken. Balkansoße paßt zu […]

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Aprikosensoße

0 Aprikosensoße 1/2 Glas Aprikosenmarmelade, 3 Gläschen Weinbrand. Die Aprikosenmarmelade mit 1 Tasse heißem Wasser verrühren, durch ein Sieb streichen, aufkochen lassen. Mit dem Weinbrand verdünnen und heiß zu Pudding servieren. Nach: Kochkunst: Lukullisches von A bis Z.- 3. Aufl., Verlag für die Frau, 1986, Leipzig, DDR

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Aprikosen-Chutney

0 Aprikosen-Chutney 1 kg Aprikosen, 500 g Zwiebeln, 200 g Rosinen, 400 g Zucker, 1 Eßlöffel Senfpulver, weißer Pfeffer, Salz, Saft und abgeriebene Schale von 1 Apfelsine und 1 Zitrone, 1/2 Teelöffel Zimt, 2 Eßlöffel Essig, 50 g Walnußkerne. Die Aprikosen entsteinen, grob zerschneiden, mit allen übrigen Zutaten, außer den Nüssen, in einen Topf geben und bei kleiner Flamme so […]

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