Bliny

Ein Rezept aus der Sowjetunion aus dem Jahr 1971

Allgemeines über die Zubereitung

Wer dünne, knusprige und saftige Bliny (Plinsen oder dünne Pfannkuchen) backen will, muß eine schmiedeeiserne kleine Pfanne mit dickem Boden verwenden. Die Pfanne wird vorgewärmt und mit Butter bestrichen, damit die Bliny nicht anbrennen. Pfannen, die noch nicht in Gebrauch waren, werden mit irgendeinem Fett 10 bis 15 Minuten lang erhitzt, dann wird das Fett abgegossen und die Pfanne sofort mit Salz ausgerieben.

Bliny
Bliny / Loyna, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

„Die erste Plinse wird ein Klumpen“, heißt ein russisches Sprichwort, und sie wird auch wirklich meist zu dick und zu blaß. An den ersten Bliny ist auszuprobieren, wieviel Teig in die Pfanne gegossen werden muß, damit sie gleichmäßig dünn werden. Im russischen Ofen werden die Bliny auf beiden Seiten gleichzeitig gebacken, auf dem Gas- oder Elektroherd werden sie gewendet wie Eierkuchen.

Der ziemlich flüssige und möglichst mit einem großen Schneebesen oder einem elektrischen Rührgerät bearbeitete Teig für Bliny kann verschieden angerichtet werden: mit gewiegtem Schnittlauch, mit hartgekochten Eiern, mit kleingeschnittenem Salzhering, Lachs oder anderem Fisch. Es eignen sielt auch angebratene feingehackte Pilze, Reibkäse, gehackter Speck und Zwiebel, gehackter Schinken oder kleine Wurstwürfel.

Bliny mit Zusatz werden so gebraten: Die heiße Pfanne mit Butter aus streichen, den gewiegten Schnittlauch oder die gehackten Eier oder die Fischstückchen in die Pfanne streuen, etwas Teig darübergießen und weiterbraten wie gewöhnliche Bliny.

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Bliny können mit zerlassener Butter oder Margarine, mit saurer Sahne, Salzhering, Sprotten, Anschovis, Lachs, Kaviar oder Rundfischrogen angerichtet werden. Russische Bliny werden heiß in der vorgewärmten Schüssel gestapelt und mit einer Serviette bedeckt zu Tisch gebracht. Sie können auch in der Backröhre warm gehalten werden, aber am besten schmecken sie direkt aus der Pfanne.

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Nach: Kulinarische Gerichte, Zu Gast bei Freunden, Verlag für die Frau, Leipzig und Verlag für Lebensmittelindustrie, Moskau, 1971

Rezept-Bewertung

5/5 (1 Review)

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